SWIR-Bildgebung in Rauchscreening-Szenarien
Taktischer Vorteil durch SWIR-Sicht
In modernen Militäreinsätzen ist Tarnung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Eine der am häufigsten eingesetzten Gegenüberwachungstechniken ist Tarnrauch – eine dichte Rauchwolke, die Truppenbewegungen, Fahrzeugverlagerungen oder Rückzugsmanöver auf dem Gefechtsfeld verschleiern soll. Doch mit der Weiterentwicklung von Tarnstrategien müssen auch Detektionssysteme mithalten. Diese Fallstudie zeigt, wie Bildgebung im kurzwelligen Infrarotbereich (SWIR) dabei hilft, visuelle Barrieren durch militärischen Tarnrauch zu überwinden.

Ziel des Tests war es, zu überprüfen, ob SWIR-Kameras in Kombination mit hochwertiger Optik dort Sichtbarkeit ermöglichen, wo herkömmliche Bildgebungssysteme an ihre Grenzen stoßen. Die Testumgebung bestand aus einer speziell konzipierten Rauchtestanlage, die realitätsnahe Gefechtsbedingungen simulierte. Zum Einsatz kam die Emberion VS20 VIS-SWIR-Kamera in Kombination mit dem Kowa LM25HC-VIS-SW Objektiv, um einen Soldaten und ein Fahrzeug auf ihrem Weg durch dichten nicht-IRR-Tarnrauch zu erfassen. Zur direkten Vergleichbarkeit wurden dieselben Szenen sowohl im sichtbaren als auch im SWIR-Bereich aufgezeichnet.

Der Unterschied war unmittelbar und deutlich sichtbar. Im sichtbaren Spektrum waren weder Soldat noch Fahrzeug erkennbar. Im SWIR-Bereich bei 1850 Nanometern und mit LP1850-Filter blieben die Umrisse und Bewegungen der Testobjekte klar sichtbar. Konturen, Bewegungsabläufe und Positionen konnten deutlich erkannt werden. Dies beweist, dass SWIR-Technologie selbst in stark verrauchten Umgebungen verwertbare visuelle Informationen liefern kann.


Dieser Test verdeutlicht, welchen taktischen Vorteil SWIR-Bildgebung im Gefecht bieten kann. In Phasen des Rückzugs oder bei taktischen Manövern ist ein hohes Maß an Situationsbewusstsein essenziell. Die Fähigkeit, Bewegungen auch bei starker Rauchentwicklung zu erfassen und Ziele visuell zu bestätigen, steigert sowohl die Einsatzfähigkeit als auch die Sicherheit der Einheiten. Ob zur Überwachung, Zielerfassung oder Navigation – die Möglichkeit, durch Tarnrauch hindurchzusehen, verändert das taktische Spiel entscheidend.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war das eingesetzte Kowa LM25HC-VIS-SW Objektiv. Diese hochpräzise Optik ist für den Einsatz im sichtbaren bis kurzwelligen Infrarotbereich konzipiert und bietet über das gesamte Spektrum hinweg eine gleichbleibend scharfe Abbildung – ganz ohne Nachfokussierung. Dank extra-niedriger Dispersion und breitbandiger Vergütung gewährleistet das Objektiv eine hohe Lichtdurchlässigkeit und exzellente Bildqualität im SWIR-Bereich. In Kombination mit der Emberion-Kamera lieferte das System die Stabilität und Detailgenauigkeit, die für anspruchsvolle Einsatzszenarien notwendig sind.
